Kein Fortschritt in Afrika – von wegen!

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„Es gibt keinen Fortschritt in Afrika. Es gibt nicht mal Statistiken zu Afrika, um zu wissen, was eigentlich los ist.“ Der wunderbare Hans Rosling zeigt in einem mitreißenden Vortrag, wie falsch dieses Vorurteil ist – und wie gut Afrika besonders im Bereich der Gesundheitsversorgung eigentlich unterwegs ist. Wir sehen die Fortschritte bei jeder unserer Projektreisen – hier ist die statistische Untermauerung. Absolut sehenswert:

Ballspenden einmal anders…

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Am vergangenen Freitag fand der jährliche Schul- und Maturaball des Bundesinstitutes für Sozialpädagogik Baden, kurz BISOP, statt. So weit, so gut. Doch die diesjährigen Maturantinnen und Maturanten haben sich etwas ganz Besonderes überlegt:  Zur Feier Ihrer Reifeprüfung haben Sie eine spezielle Tombola veranstaltet und der Reinerlös aus dem Losverkauf wurde an LAAFI gespendet.

Darüber hinaus hatte ich während der Eröffnungsrede einige Minuten Gelegenheit,  LAAFI und unsere Projekte vorzustellen.

Insgesamt wurden so 244 € für Burkina Faso eingenommen.

Spezieller Dank gilt hierbei den Initiatorinnen Tamara und Verena Loimayer und der Firma Sonnentor, die als Hauptpreis für die LAAFI-Tombola einen Geschenkkorb mit Bio-Spezialitäten im Wert von mehr als 120 € zur Verfügung gestellt hat.

Eine bunte Weihnachtsspende

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Die Beratergruppe Vielfarben überraschte uns diese Woche mit einer Spende in der Höhe von € 415,-, Ergebnis einer kreativen Weihnachtsaktion: In einem Mailing an alle Kunden wurden diese gebeten, auf der Website von Vielfarben über die Verwendung des Weihnachtsgeschenkbudgets abzustimmen:

Die Weihnachtszeit ist die Zeit der Kundenpräsente. Auch das Vielfarbenteam hat sich mit dieser Frage beschäftigt. Wie könnten wir uns mit einer kleinen, originellen Aufmerksamkeit bedanken? Bunte Krawatten? Vielfärbige Kekse, von unseren Seminarteilnehmern gebacken? Oder ein paar selbstkomponierte Weihnachtslieder als Gratisdownload? Wir haben uns eines Besseren besonnen. Wir spenden unser Weihnachtsgeschenkbudget.

So wurde das Geschenkbudget von den Vielfarben-Kunden auf die Wiener Tafel, Greenpeace-Walpatenschaften und Laafi aufgeteilt. Wir sagen Danke!

Besonders haben wir uns über den netten Kommentar von Martin Gössler von Vielfarben unter „Laafi macht Fehler“ gefreut:

Wir sind beeindruckt. Nicht nur von Ihrer Arbeit sondern von der Offenheit, mit der Sie vergangene Fehler online stellen.

Jede/Jeder in der NPO Szene weiß: Fehler passieren. Nur in unserer erfolgsmanischen Welt glauben viele, dass wir diese Fehler nicht offen diskutieren dürfen. Sondern sie nur in der Kaffeeküche besprechen und dann hinter Hochglanzbroschüren verschwinden lassen.

Sie beweisen, dass es anders geht. Sie stellen Ihre Fehler und damit Ihre Lernerfahrungen offen zur Verfügung. Und sind damit ein Beispiel für viele, weit größere Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit. Respekt!

Umso mehr wissen wir, dass unsere Firmenspende sehr gut bei Ihnen aufgehoben ist. 111 unserer KundInnen haben in einer weihnachtlichen Abstimmung für Ihr Projekt gevotet.

PS: Heute beginnt auch die Projektreise 2011. Neben den für das laufende Jahr geplanten Projekten werden wir ein mögliches längerfristiges Großprojekt evaluieren: Den Bau einer gänzlich neuen Krankenstation in einem unterversorgten, entlegenen Gebiet.

Das Jahresbudget 2011 steht fest

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Unser Budget 2011 steht, hier die Details:

Projekt Posten
Aidshaus Ouagadougou Laufende Kosten 12.500,-
Übernahme aufgeschobene Zahlung aus 2010 2.000,-
Kleinspital Vipalogo Reparatur Solaranlage 2.500,-
Kleinspital Sané Errichtung Personalwohnhaus für staatl. Hebamme 7.000,-
Nabakoutou Medikamente 550,-
Medizinisches Personal Ausbildungsbudget 1.600,-
Ambulanz AMPO Reparaturen, Betrieb 3.500,-
Spendenwerbung Druck Laafi-Kalender 1.400,-
Bankspesen Int. Überweisungen, Kontoführung 500,-
Summe 31.550,-

Unser Jahresbericht 2010

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Seit heute ist unser Jahresbericht 2010 online, der fünfte von einer Wirtschaftstreuhandskanzlei geprüfte Jahresbericht in Folge. Er ist Voraussetzung für das Österreichische Spendengütesiegel. Voilà:

PDF-icon Geprüfter Bericht 2010 (PDF, 216kb)

Die Ausgaben 2010 im Überblick:

Danke allen unseren Unterstützern!

Sinnvoll Schenken 2010

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Die Laafi-Weihnachtsaktion Sinnvoll Schenken geht in die zweite Runde.

Auch heuer kann man über ebay wieder symbolische Geschenke und den Laafi-Fotokalender erwerben. Bei Erwerb eines unserer vielen symbolischen Weihnachtsgeschenke erhalten Sie ein hochwertiges Zertifikat in schwerem Einband, das dann an die Beschenkten weiter gegeben werden kann.

Alle Informationen und einen Überblick über die Angebote bei Sinnvoll Schenken 2010 finden Sie hier.

Frohe Weihnachten und schöne Feiertage!

Banner für den Laafi-Kalender

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In der Vergangenheit haben uns viele Blogger bei der Bewerbung des Afrika-Kalenders unterstützt, darum gibt’s dieses Jahr eigene Banner in verschiedenen Grüßen. Jeder der uns unterstützen will, kann diese herunterladen (oder einfach auf die Datei verlinken) und auf www.laafi.at/kalender verlinken. Teilnehmende Sites werden dann hier aufgelistet. Danke!!

Bis jetzt dabei: Lehofer.at, Ewerkstatt, Zuwi.at, Barcamp.at, Helge.at, Enlarge Your Pen, Kuhbus, Die Truppe, Think Outside Your Box, Wienett.com, Raumdirekt, Remi.at, Wien-Empfehlenswert, Freewave, LoungeFM, Rundumadum.at, Bikemap.net, Runmap.net, Neuwal, Kobuk, Feuerhaken.org, Andreas Lindinger.

300 x 250:

234 x 60:

120 x 240:

468 x 60:

728 x 90:

120 x 600:

Laafi lädt zum Punschabend!

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Laafi eröffnet den Advent!

Die stille Zeit ist da und Laafi lädt am 25. November ab 18 Uhr in den Roten Bogen zum Punschabend.

Wir servieren dabei nicht nur leckeren Punsch, schwedischen Glühwein à la Bodi und Weihnachtsbäckerei, sondern auch allerlei Fakten über Burkina Faso und unsere Projekte und präsentieren den druckfrischen Laafi-Kalender 2011!

Für stimmungsvolle Musik ist gesorgt!

Bringt eure Freunde und Verwandten mit und feiert mit Laafi Weihnachten 2010 – wenn’s nach uns geht, bis in die frühen Morgenstunden!

Nochmal die Fakten:
Was: Laafi Weihnachtsfeier/Punschabend 2010
Wo: Roter Bogen, Stadtbahnbogen 36, 1070 Wien (zwischen U6 Josefstädter Str. und U6 Thaliastraße)
Wann: Donnerstag, 25. November 2010 ab 18 Uhr

Anfahrtsplan:

Wir sehen uns beim Sommerfest!

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In knapp zwei Wochen steigt wieder das Laafi-Sommerfest! Diesmal direkt auf der Partymeile in den Stadtbahnbögen und mit DJ SPRAY und DJ LASZLO.

Laafi Fest 2010, 21. August, ab 18h, Roter Bogen, Lerchenfeldergürtel 36, 1070 Wien

Siehe auch auf Facebook facebookcap


Laafi macht Fehler

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Heute hatten wir ein Email mit einer interessanten Frage in der Box:

Verfügen Sie über Informationen, welche Projekte darstellen, die nicht so umgesetzt werden konnten, wie es sich die Organisation im Sinne von Nachhaltigkeit vielleicht vorgestellt hätte, bzw. einfach nicht oder nur zum Teil „erfolgreich“ waren („gescheiterte Projekte“?).

Jeder, der in Afrika Projekte macht, kann ein Lied davon singen: Irgend etwas geht schief und man fragt sich, wie viel Wahrheit man den Spendern im fernen Europa wohl zumuten kann. Die Prospekte und Websites der diversen Vereine sind voll von Erfolgsgeschichten, doch dass Projekte auch mal scheitern steht nirgendwo. Unsere Lernkurve war steil, und besonders in der Anfangszeit haben wir viele Fehler gemacht. Manche davon wären vermeidbar gewesen, hätten wir von Fehlern anderer lernen können.

Hier fünf Beispiele von zumindest teil- oder zeitweise gescheiterten Projekten, die uns auf diese Frage eingefallen sind:

1. Irgendwann etwa 1996 trat im Umfeld eines Projektstandorts eine Gruppe von Grundschullehrerinnen an uns heran, die einen Verein zur Aufklärung gegen die Beschneidung von Mädchen gegründet hatten. Für ihre Informationskampagne in der Region baten sie um einen kleinen Zuschuss für Druckkosten und dergleichen. Als wir im Jahr darauf das Projekt evaluierten, lebte keine der Lehrerinnen mehr in ihrem jeweiligen Dorf – alle waren in die Hauptstadt gezogen. Per Buschfunk erfuhren wir, dass sie aufgrund des heiklen Themas weggemobbt worden waren. Wir lernten daraus, heikle Aufklärungsprojekte nur noch entweder von außerhalb der Region (wie in der Folge beim Projekt „Marionettentheater“) oder im Rahmen staatlicher Institutionen (Projekt „CineMobile“) operierend zu installieren.

2. Ein aktuelles Beispiel ist die Belegung des Aidshauses. Dieses soll 20 obdachlosen oder aus entfernten Dörfern stammenden Aidspatienten ermöglichen, die ersten Wochen der staatlich finanzierten Aidstherapie zu überleben. Die Patienten bekommen einen Schlafplatz und drei Mahlzeiten pro Tag. Wir haben die Aufenthaltsdauer im Vertrag mit dem Trägerverein auf zwei Monate begrenzt. Es stellte sich jedoch heraus, dass es Patienten gibt, die nach diesen zwei Monaten weder von ihren Familien aufgenommen werden noch in der Lage sind, selbst für sich zu sorgen. Das führte dazu, dass die Zahl der immer wieder frei werdenden Plätze zunehmend sank, zuletzt auf 14. Dieses Problem – das wir nicht durch harte Maßnahmen à la Rausschmiss lösen wollten – wird gerade in zwei Folgeprojekten angegangen. Eines davon sieht eine Berufsausbildung für Patienten vor, in einem zweiten besuchen Sozialarbeiter mit den Patienten deren Dörfer, um die Familien aufzuklären und eine Wiederaufnahme zu erreichen. Bei diesen Projekten ist Laafi nur noch mit einer sehr kleinen Summe beteiligt, der Löwenanteil wird von einer UNO-Vorfeldorganisation finanziert (die das Modell Aidshaus replizieren möchte).

3. Es gibt in der Laafi-Projekthistorie einen Standort (die ländliche Krankenstation im Dorf Sane), der nach vielen Jahren des guten Funktionierens zeitweise komplett scheiterte. Die Behandlungsfrequenz sank, ein neu zugeteilter staatlicher Mitarbeiter war unkooperativ und hatte ein Alkoholproblem, und dem Dorf gelang es nicht, eine aus der Pharmacie-Kassa entwendete Summe zur Gänze wieder aufzutreiben. Neben der kompletten Einstellung unserer Projektfinanzierung zogen wir auch alle von uns finanzierten beweglichen Dinge (zb. eine Motorradambulanz) ab und stellten sie einem anderen Standort zur Verfügung. Dennoch haben wir die Struktur über einige Jahre weiter kontrolliert und besucht, und mit In-Aussicht-Stellung einer Wiederaufnahme mittlerweile eine Besserung erreicht. Die Frequenz liegt jetzt bereits etwa auf dem Niveau von zuvor, und auch alle anderen Indikatoren haben sich gebessert, so dass wir die Finanzierung wenn der Trend anhält im Laufe dieses Jahres wieder aufnehmen.

4. Ein besonders krasses Beispiel sind zwei Anästhesiemaschinen, die wir von einem österreichischen Krankenhaus gespendet bekamen. Wir haben für diese in Burkina Faso über bestehende Kontakte zwei Krankenhäuser mit entsprechendem Bedarf identifiziert. Bei einer Kontrolle einige Monate nach der Übergabe stellten wir jedoch fest, dass eine Maschine irgendwo verstaubte und die zweite in der privaten Ordination eines Arztes in Betrieb war. Es kostete uns sehr viel Mühe und Zeit (und Drohungen mit einer Anzeige bei der Polizei), beide Maschinen wieder in unseren Besitz zu bekommen und neue, bessere Standorte zu finden. Unser Learning aus der Sache: Kein Projekt mehr nach dem Muster „Sachspende sucht Bedarf“, nur noch umgekehrt.

5. Dann war da ein Brunnenbauprojekt, für das unser Projektpartner Angebote einholte. Bestbieter war die Pioniorkompagnie des Militärs. Beim Bau des Brunnens passierte ein Konstruktionsfehler, so dass kein Wasser floss. Obwohl der Vertrag bis zu zwei Bohrungen bis zum Fließen von Wasser vorsah, dauerte es fünf Jahre und kostete viel Zeit, Klagsdrohungen (was angesichts des „Gegners“ Militär besonders heikel war) und über tausend Euro weiteren Baukostenzuschusses, um einen neuen Brunnen zu bekommen. Seit 2009 fließt nun Wasser.

Wir haben in der Geschichte von Laafi unsere Kontrollmethoden kontinuierlich verbessert und striktere Projektgrundsätze wie das Prinzip der Kofinanzierung (kein Projekt wird zu 100% ausfinanziert) eingeführt. Dadurch stieg auch die Qualität unserer Projekte. In den Anfangsjahren ab 1994 war die Fehlerquote sicher um vieles höher. Heute haben in Burkina Faso einen Ruf als besonders penibel-mühsame Partner. (Darauf sind wir ein bisschen stolz.)

Es kann und wird jedoch auch in Zukunft immer wieder zu unzufriedenstellenden Ergebnissen oder unzuverlässigen Projektpartnern kommen. Das lässt sich nicht vermeiden, in Europa so wenig wie in Afrika. Wichtig ist, dass wir Probleme sofort bemerken und Konsequenzen ziehen. Anders formuliert: Fehler machen ist in Ordnung, daraus nicht zu lernen nicht.