Wir bauen ein Spital in Poin!

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Krankenstation im Laafi-Projektdorf Sané. So ähnlich wird auch die Krankenstation, Herz des Kleinspitals, in Poin aussehen.

Das Dorf Poin (spricht sich wie man’s schreibt) und seine umliegenden Dörfer im Süden von Burkina Faso sind medizinisch unversorgt. Die rund 8.000 Bewohner der Region sind gezwungen, bis zu 20km zurückzulegen, um ein Spital zu erreichen. Mangels (von dem Kleinspital durchzuführenden) Impfkampagnen in den Dörfern ist die Durchimpfungsrate zudem sehr niedrig und die Kindersterblichkeit damit überdurchschnittlich hoch.

Wir wollen für die Region um das Dorf Poin ein ländliches Kleinspital (CSPS) finanzieren, um der Bevölkerung ungehinderten Zugang zu medizinischer Versorgung zu ermöglichen. Es besteht aus Krankenstation, Geburtenstation, Apotheke, Brunnen sowie drei Personalwohnhäusern und wird in der Folge vom burkinischen Staat mit medizinischem Personal beschickt.

Für dieses wirksame und nachhaltige Projekt benötigen wir insgesamt € 86.640. Weitere € 10.080 werden von der Bevölkerung beigetragen.

Bauphase 1: Krankenstation (beendet)

Die Bauphase 1 (bis 2013) endet mit der Inbetriebnahme der Krankenstation. Bau mit!

Krankenstation (eröffnet)

Die Krankenstation ist ein einstöckiges Gebäude mit drei Behandlungsräumen, Bettenraum, Apothekenraum, Warteraum und überdachter Terrasse für Wartende und Angehörige. Hier arbeiten zwei staatlich ausgebildete Sanitäter (Tätigkeit als Ärzte), zwei medizinische Hilfskräfte, ein Apotheker und ein Nachtwächter.

Bilder: Für Kostenvoranschläge verwendeter Bauplan, Krankenstation im Laafi-Projektdorf Sané.
 

Für den Bau sind €19.000 budgetiert (Basis: Kostenvoranschläge), für die Latrinen (extra Gebäude) weitere €1.500, für die Innenausstattung und medizinische Geräte €3.000 und für die Erstausstattung der Apotheke €2.000. Die Bevölkerung trägt Sachleistung und Baumaterialien im Wert von €2.910 bei.

Spitalsbrunnen (gebaut!)

Der Spitalsbrunnen wird als erstes gegraben, da dessen genaue Positionen von derjenigen Bohrung abhängt, die Wasser bringt. Um die Wege kurz zu halten, wird die Position der Gebäude von der Position des Brunnens abhängig gemacht. Wasser aus solchen Brunnen ist übrigens so sauber, dass auch wir es ohne abzukochen trinken.

Bilder: Das ist bereits der Brunnen in Poin, bei der Abnahme im Juni (rechts) und im August 2012 (links).
 

Für den Brunnen sind €7.400 budgetiert. (Der Brunnen ist gebaut, das Budget wurde eingehalten.) Brunnenbau erfordert weder ungelernte Arbeitskräfte noch einfache Baumaterialien, sondern primär schweres Gerät, weswegen hier kein Beitrag der Bevölkerung geplant ist.

Unterkünfte Stationsarzt und Arzthelfer (fertig)

Das Wohnhaus für den staatlichen Stationsarzt (technisch nur Sanitäter, 4-jährige Ausbildung) und dessen Familie ist Voraussetzung dafür, dass das Gesundheitsministerium Personal beistellt. Auch die Bauweise ist vorgegeben, Lehmbauten sind beispielsweise nicht erlaubt. Das Personal kommt niemals aus der Region und bleibt auch nur einige Jahre an einem Standort. Dadurch will man Korruption verhindern.

Der Arzthelfer ist als zweiter Sanitäter/Arzt im Spital besonders wichtig für die Akzeptanz des Kleinspitals in der Bevölkerung, denn ist nur ein Arzt vor Ort, dann finden Patienten die Struktur tagsüber oft verschlossen vor, wenn der Arzt beispielsweise zu Notfällen gerufen wird oder in den Dörfern Impf- oder Aufklärungskampagnen durchführt.

Bilder: Für Kostenvoranschläge verwendeter Bauplan, von Laafi finanzierte Personalunterkunft im Dorf Beun.
 

Für die Wohnhäuser sind 2x €8.500 budgetiert, für die Latrinen weitere 2x €430. Die Bevölkerung trägt Sachleistung und Baumaterialien im Wert von €3.380 bei.

Bauphase 2: Geburtenstation (beendet)

Die Bauphase 2 (2014-15) endet mit der Inbetriebnahme der Geburtenstation.

Geburtenstation (fertig, Hebamme vor Ort)

Geburten finden oftmals zuhause in Lehmhütten statt, betreut von dörflichen Hebammen ohne spezielle Ausbildung. Fehlende ärztliche Betreuung im Fall von Komplikationen und nicht-steriles Umfeld führt zu entsprechend hoher Säuglings- und Muttersterblichkeit. Die Geburtenstation und die staatlich ausgebildete Hebamme sind über Geburten hinausgehend für die Geburtsvorbereitung und für die Beratung der Mütter zuständig, beispielsweise zu Themen wie Hygiene und Malaria-Prophylaxe bei Säuglingen.

Die Station besteht aus einem Kreißsaal, einem Behandlungsraum, einem Bettenraum, zwei kleinen Lager- und Arbeitsräumen, einem Warteraum sowie einer überdachten Terrasse für Angehörige.


Geburtenstation in Poin
Bild: die neue Geburtenstation im Laafi-Projektdorf Poin

Für die Geburtenstation sind €15.500 und für die Innenaustattung und medizinischen Geräte €4.500 budgetiert. Die Bevölkerung trägt Sachleistung und Baumaterialien im Wert von €2.000 bei.

Unterkunft Hebamme (fertig)

Das Wohnhaus für die staatliche Hebamme ist ebenfalls Voraussetzung dafür, dass das Gesundheitsministerium Personal beistellt.

Bilder: Für Kostenvoranschläge verwendeter Bauplan, von Laafi finanzierte Personalunterkunft im Dorf Sané.
 

Für das Wohnhaus sind €8.500 budgetiert, für die Latrine weitere €430. Die Bevölkerung trägt Sachleistung und Baumaterialien im Wert von €1.690 bei.

Optionale Phase 3 – Solaranlage

Eine Solaranlage ermöglicht nicht nur Geburten und nächtliche Notfallsbehandlungen bei guter Beleuchtung, sie ist auch für das Aufladen von Handys wichtig, die die Kommunikation mit benachbarten Kleinspitälern und der zentralen Verteilerapotheke (zb. zur aktuellen Medikamentenverfügbarkeit) sehr stark vereinfachen. Das Spitalspersonal ist dadurch seltener abwesend.

Wir haben in den letzten Jahren bereits zwei Kleinspitäler elektrifiziert und sind in Technikfragen mit Solarenergie für Westafrika e.V. in Kontakt.

Bilder: Solaranlagen am Dach von Kleinspitälern in Burkina Faso. Fotos: SEWA.
 

Für die Solaranlage sind €7.000 budgetiert. Bei diesem Posten ist kein Beitrag der Bevölkerung geplant.

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